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Cappella Nova feiert Doppeljubiläum

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Ehrungen bei der Cappella Nova (von links): Präses Pfarrer Hermann Knoblauch, Thomas Burkhardt, Carmen Wörz, Rainer Wiesenfarth, Chordirektor Ralph Häcker, Stefan Schäffauer, Gabriele Rieger, Ehrenvorsitzender Johannes Thalheimer und der Chorvorsitzende Andreas Weidner.

Von Johannes Müller

 

AALEN-UNTERKOCHEN (jm) - Die Cappella Nova feiert ein Doppeljubiläum: Das Adventskonzert der Cappella Nova am Sonntag, 16. Dezember, um 19 Uhr in der Wallfahrtskirche Unterkochen steht im Zeichen des 250-jährigen Bestehens der barocken Kirche und des 25-jährigen Chorleiterjubiläums von Ralph Häcker.

Unter Häckers Leitung erklingen am 16. Dezember Werke für Soli, Chor und Orchester von Händel, Bach, Homilius und Mozart. Neben der Cappella Nova wirken drei Solisten – Viktoria Wilson (Sopran), Tobias Mäthger (Tenor), Martin Schicketanz (Bass) – und das Orchester Musicamerata mit. Karten gibt’s bei MusikA und den Chormitgliedern.

In den Jahren 1764 bis 1768 wurde die Wallfahrtskirche Unterkochen barockisiert und erhielt ihre heutige Form. Das Schiff der gotischen Vorgängerkirche war zu klein geworden, wurde abgerissen und durch ein größeres im Barockstil ersetzt. Zum 250-jährigen Jubiläum der barocken Wallfahrtskirche stehen beim Adventskonzert ausschließlich Werke aus dem 18. Jahrhundert auf dem Programm. Seit 25 Jahren – und somit ein Zehntel dieser langen Zeit – leitet Chordirektor Ralph Häcker die Cappella Nova, den Jungen Chor der katholischen Kirchengemeinde.

Bei der Cäcilienfeier am Samstagabend im Bischof-Hefele-Haus dankte Pfarrer Hermann Knoblauch der Cappella Nova für ihre Mitgestaltung der Gottesdienste. Dies trage zur Feierlichkeit und Schönheit der Liturgie bei. Der Chor habe im Sinne des Zweiten Vatikanischen Konzils einen Mittelweg gefunden, dass große Werke der Kirchenmusik nicht nur bei den Gottesdiensten, sondern auch bei Konzerten erklingen. So komme die Liebe zur geistlichen Musik auch in der weltlich gewordenen Gesellschaft zum Ausdruck.

Unter den Gästen der Cäcilienfeier hieß der Chorvorsitzende Andreas Weidner Ehrendirigentin Gerlinde Thalheimer, die Ehrenvorsitzenden Johannes Thalheimer und Bruno Dickenherr sowie den langjährigen Kirchenchorleiter Markus Riede willkommen. Im Rückblick erwähnte Weidner die Mitwirkung der Cappella Nova bei den eindrucksvollen Aufführungen des Oratoriums „Paulus“ und der „Carmina Burana“ in Aalen, auf der Kapfenburg und in Schwäbisch Gmünd.

Geschenke für treue Mitglieder

Für langjährige aktive Mitgliedschaft in der Cappella Nova konnten folgende Mitglieder mit Urkunden und Geschenken geehrt werden: Dirk Häcker (20 Jahre), Thomas Burkhardt, Ralph Häcker und Tilmann Krüger (25 Jahre), Rainer Wiesenfarth und Carmen Wörz (30 Jahre), Gabriele Rieger, Stefan Schäffauer und Johannes Thalheimer (40 Jahre).

In seinem Dankeswort an Chordirektor Ralph Häcker erinnerte Andreas Weidner an die Kriterien, die damals für die Wahl Häckers als Chorleiter ausschlaggebend waren. Die Cappella Nova erwartete sich durch ihn mehr Disziplin, Steigerung der Qualität, erweitertes Repertoire, frischen Wind und Konzertreife bis an die Grenzen der Leistungsfähigkeit. „Alle diese Hoffnungen sind durch Ralph Häcker im Übermaß in Erfüllung gegangen“, anerkannte Weidner.

In einem witzigen, geistreichen und originellen Musik-Quiz stellten die Chormitglieder das Wissen und das Erinnerungsvermögen ihres Chorleiters in puncto Komponisten, Solisten und Partituren aus den von der Cappella Nova in den letzten 25 Jahren aufgeführten Werken auf die Probe. Großer Jubel: Der Kandidat erreichte hundert Punkte! Mit der Hymne an die hl. Cäcilia, die Patronin der Kirchenmusik, fand die Feier ihren Abschluss.

Aalener Nachrichten 26.11S.2018